Caritasverband Hamburg e.V., 16.03.2016

Übernachtungsangebot für Transitflüchtlinge endet

Zum 31. März werden wie geplant die beiden Unterkünfte für Transitflüchtlinge an der Neuen Burg und in der Danziger Straße schließen. Die Kooperationspartner Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-Ost, Caritasverband und Erzbistum Hamburg reagieren damit auf die aktuelle Entwicklung, dass aufgrund der Schließung innereuropäischer Grenzen kaum noch weiterreisende Flüchtlinge in Hamburg Station machen. Humanitärer Hilfe bedarf es in dieser Form an diesen Orten aktuell nicht mehr.

„Im vergangenen Herbst strandeten immer mehr Menschen am Hauptbahnhof und brauchten dringend Unterstützung für eine Nacht. Uns war sofort klar, dass wir im Bündnis schneller und besser helfen können. Ich bin dankbar, dass wir es über Monate gemeinsam geschafft haben, den geflüchteten Menschen unbürokratisch einen Schlafplatz, ärztliche Versorgung und Mahlzeiten bieten zu können“, so Pröpstin Isa Lübbers .

„Unser ganz besonderer Dank gilt den zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern. Nacht für Nacht haben sich Menschen für die Transitflüchtlinge engagiert und ihnen so Stunden der Ruhe und Erholung ermöglicht“, so Pastor Norbert Bezikofer, Caritas-Flüchtlingsseelsorger.

Seit Herbst vergangenen Jahres wurden an beiden Orten über 20.000 Flüchtlinge betreut, denen für eine Nacht Erholung, Nahrung und Duschen angeboten wurden, bevor sie weiter nach Skandinavien fuhren. Das war möglich durch den Einsatz von 750 Freiwilligen in über 800 Schichten und 10.500 Stunden und zahlreiche Sachspenden wie Nahrungsmittel, Matratzen und Decken. Pro Nacht wurden etwa 400 Schlafplätze bereitgehalten.


Kontakt:
Timo Spiewak, Unternehmenskommunikation Caritasverband Hamburg
Telefon (040) 280 140 44, mobil: 0174 756 19 55,
spiewak@caritas-hamburg.de

Remmer Koch, Pressesprecher Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-Ost
Tel. (040) 519000-134, mobil 0151 195 198 04,
r.koch@kirche-hamburg-ost.de

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