Diözesan-Caritasverband Görlitz, 30.06.2016

Ein Abschied, der schwer fällt

Fast 20 Jahre lang war Carola Kircher als evangelische Krankenhausseelsorgerin neben den katholischen Seelsorger/-innen am Krankenhaus St. Carolus tätig. Sie besuchte in dieser Zeit viele Patienten, spendete ihnen Trost und wurde auf dem Weg durch schwere Krankheit oft zum Begleiter. Als Pfarrerin gestaltete sie im Krankenhaus zahlreiche Feste und Gottesdienste im Verlauf des Kirchenjahres. „Besonders die letzten Jahre im St. Carolus an der Seite meines Kollegen Diakon Bernd Schmuck waren sehr gute Jahre“, sagt Carola Kircher. „Der Abschied fällt mir schwer.“

Die evangelische Pfarrerin hatte sich in den 1990er Jahren dazu entschieden, sich zur Seelsorgerin weiterzubilden. „In dieser Aufgabe fühlte ich mich wohl. Das ist etwas anderes, als auf der Kanzel zu stehen“, sagt Carola Kircher. Die Begegnung mit der Not eines Menschen habe sie immer sehr berührt und interessiert. „Dabei muss man vollkommen echt sein. Man darf nicht lügen am Krankenbett, sonst kann man nicht helfen.“ Die stille Begegnung mit Menschen in ihrem Leiden, auch im Sterben sei oft herausfordernd gewesen, aber auch gut.

Am 30. Juni scheidet sie offiziell aus ihrer aktiven Tätigkeit als Krankenhausseelsorgerin aus. „Ich freue mich auf ein Leben nach dem Arbeitsleben“, sagt sie. Als Patientenfürsprecherin im Ehrenamt bleibt Carola Kircher dem Malteser Krankenhaus St. Carolus jedoch erhalten. Als evangelischer Krankenhausseelsorger wird ab August Pfarrer Albrecht Naumann ansprechbar sein.

Am Freitag, 1. Juli, findet 14:30 Uhr in der Kapelle des Malteser Krankenhauses St. Carolus ein Abschiedsgottesdienst für Carola Kircher statt.

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