Diözesan-Caritasverband Görlitz, 05.07.2017

Draußen schlafen ist eine Kunst

Im diesjährigen Juni-Seminar im Bundesfreiwilligendienst ging es für zwei Tage mit Übernachtung in die Bundeshauptstadt Berlin. Das lag nicht nur an dem Wunsch, einmal einen neuen Ort für die Seminare zu erschließen, ein paar schöne, gemeinsame Tage zu verbringen und in der freien Zeit durch die Berliner Einkaufspassagen zu schlendern, sondern auch das dortige Charité-Museum zu besuchen. Für viele der Freiwilligen war dies der erste Besuch der Charité, welche mit der Dauerausstellung zur Medizingeschichte nicht nur vielfältige Exponate ausstellt, sondern diesmal mit der Sonderausstellung mit dem Titel „Hieb und Stich – Dem Verbrechen auf der Spur“ einen anderen Einblick in das Leben nach dem Tod zeigt.

Angeregt durch die Bilder des Nachmittags gab es in den Abendstunden beim gemütlichen Abendessen eine etwas andere Praxisreflexion, bei welcher nicht nur auf das zurückliegende geschaut wurde, sondern besonders auf das Gegenwärtige und Zukünftige in Leben und Tod.

Den Abschluss am Freitag machte Uwe Tobias, der uns als ehemaliger Obdachloser sein Berlin zeigte und die Hauptstadt so in einem ganz neuen Licht erscheinen ließ. Er erzählte nicht nur seine ganz persönliche Geschichte, sondern gab unter seinem Motto „Draußen schlafen ist eine Kunst“ auch einen Einblick in Überlebensstrategien – welche von der „richtigen Art“ auf einer Parkbank zu schlafen, bis hin zum „Spree-Kühlschrank“, in welchem Lebensmittel gut ein bis zwei Wochen genießbar bleiben.

Die Teamerinnen des Caritasverbandes Görlitz wünschen allen Bundesfreiwilligen, die in den kommenden Monaten ihren Dienst beenden, von Herzen alles Gute für den weiteren Lebensweg und erfolgreiche, schöne letzte Wochen in ihren Einsatzstellen.

Wer Interesse an einem Bundesfreiwilligendienst hat, kann sich jederzeit bewerben.

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