Diözesan-Caritasverband Görlitz, 15.10.2018

Innovativ sich den Herausforderungen vor Ort stellen

Unter dieser Devise versuchen die Mitarbeiter der Caritas in den einzelnen Diensten Angebote zu machen, die auf die Notlagen und Bedürfnisse der Menschen vor Ort ausgerichtet sind.

Für die Mitarbeiter des Jugendaktionsteams Lübben, die in Lübben an Schule Sozialarbeit anbieten, hieß es, sich mit dem Thema Mobbing unter Schülern auseinander zu setzen. Unter dem Titel „Schau nicht weg! – Aufklärung von Kindern und Jugendlichen zum Thema Mobbing“ soll ein Projekt an einer Lübbener Schulen gestartet werden.

Zusammen mit Jugendlichen der Spreewald-Schule sollen kurze Videos rund um das Thema Mobbing erstellt werden. Hierbei soll es neben der Frage „Was ist Mobbing überhaupt?“ beispielsweise auch um folgende Themen gehen: Wo ist die Grenze zwischen Streit zu Mobbing? Wie und wo können Betroffene Hilfe finden? Welche kurz- und langfristigen Auswirkungen hat Mobbing auf Betroffene? Wie kann die Umwelt für das Thema sensibilisiert werden?

Die Projektteilnehmer sollen die Themenwahl entscheidend mitbestimmen. Mit den Schülern der Anti-Mobbing- und der YouTube-AG der Spreewaldschule gibt es zu Projektbeginn Experten für inhaltliche Ideen und kreative Gestaltung. Grundsätzlich soll das Projekt jedoch für alle interessierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 27 Jahren zugänglich sein.

Innovativ wird das Medium aufgegriffen, in dem viele Jugendliche schon jetzt unterwegs sind, welches ihrem persönlichen Erfahrungshorizont entspricht, der Multimediakanal YouTube. Nach einer Studie aus dem Jahr 2017 zählt zu den beliebtesten Aktivitäten im Netz unter anderem das Ansehen von Internet-Videos. Unter den Jugendlichen konsumieren 62 % dies täglich und 24 % mehrmals in der Woche.

Mit der Nutzung dieses Mediums wollen die Mitarbeiter sich gemeinsam mit den Schülern mit den Normen und Werten menschlichen Zusammenlebens auseinandersetzen. Es sollen Informationen transportiert werden, wo sich Betroffene Hilfe holen können. Jugendliche sollen lernen, wie man Betroffenen selbst helfen kann. Das Umfeld der jungen Menschen wird für das Thema sensibilisiert, junge Menschen erlangen und erweitern so ihre sozialen und medialen Schlüsselkompetenzen und können so ihre Kreativität entdecken und mit Spaß diese spezifische Thematik bearbeiten. Darüber hinaus werden junge Menschen Multiplikatoren und vermitteln ihr Wissen im Peer Learning weiter.

Um das Projekt zu starten, bedarf es aber noch einiger technischer Ausstattungen. Dank einer großzügigen Spende der Mittelbrandenburgischen Sparkasse können die nötigen Geräte nun dazu angeschafft werden.

Stellvertretend für die Mitarbeitenden vor Ort haben Markus Adam, Regionalleiter Cottbus, und Susanne Nomine, Lübben, die Spende von Andreas Schulz, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse, entgegengenommen. Die Caritas ist damit ein sozialer Akteur aus der Region, der so durch das finanzielle Engagement der Mittelbrandenburgischen Sparkasse innovativ tätig werden kann.

Der Sparkasse ein herzliches Dankeschön und den Mitarbeitenden der Caritas einen guten Projektstart.

Text: Markus Adam
Foto: Mittelbrandenburgische Sparkasse

 

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