Diözesan-Caritasverband Görlitz, 10.01.2019

Höchste Auszeichnung der Caritas an Prälat Hubertus Zomack verliehen

Während der Verabschiedung von Prälat Hubertus Zomack als Erster Vorsitzender des Caritasverbandes der Diözese Görlitz am 8. Januar im Hildegard-Burjan-Heim in Görlitz wurde er mit der höchsten Auszeichnung, welche der Deutsche Caritasverband zu vergeben hat, dem „Brotteller“, geehrt. Die Auszeichnung nahm Zomack aus den Händen des Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes, Prälat Dr. Peter Neher, vor etwa 40 geladenen Gästen aus dem In- und Ausland, in Empfang. Zomack war 20 Jahre Erster Vorsitzender. Er wurde von Bischof Wolfgang Ipolt aus Altersgründen von seinem Amt entbunden.

Caritas-Präsident Neher ging in seiner Würdigung unter anderem ein auf den „Ihr Engagement und den Solidaritätsgedanken, der Ihnen, aus der Perspektive der neuen Länder heraus, über Diözesan- und Ländergrenzen hinweg immer wichtig gewesen ist“. Die lebendige Partnerschaft der Caritas Görlitz und St. Petersburg nannte Neher ein „Beispiel dafür, was aus einem Miteinander erwachsen kann; gerade dann, wenn dieses Miteinander von einer gemeinsamen Hoffnung getragen ist“. Als „Symbol für die Hoffnung, die unser Leben prägt und nährt ist das Brot des Lebens, das wir immer wieder neu von Gott empfangen“. Als Mitarbeiter „einer Caritas der Kirche sind wir beauftragt, dieses Brot des Lebens in der Tatsprache des Glaubens bis an die gesellschaftlichen Ränder weiterzugeben, wie es uns die selige Hildegard Burjan so eindrucksvoll vor Augen führt. Dafür haben Sie Prälat Zomack sich immer wieder eingesetzt. Für dieses Engagement darf ich Ihnen heute mit dem Brotteller die höchste Auszeichnung verleihen, die der Deutsche Caritasverband zu vergeben hat“.

Neben derzeitigen und ehemaligen Caritasdirektoren deutscher Diözesen, war die Caritasdirektorin aus St. Petersburg, Natalia Pewzowa, gemeinsam mit Schwester Adriana von der Kongregation der Schwestern von der hl. Jungfrau und Martyrin Katharina zur Verabschiedung gekommen. Sie brachten ein Bild mit, auf dem das Pfarrer Hartmut-Kania-Haus in St. Petersburg zu sehen ist. Kania war Priester des Bistums Görlitz, ging nach St. Petersburg, baute dort die Caritas auf und wurde ihr erster Caritasdirektor.

Bischof Wolfgang Ipolt würdige in seiner Ansprache Zomacks „hohe Engagement und das dazugehörige Durchsetzungsvermögen für die Sache der Caritas, aber auch für unsere Ortskirche. Damit hast Du in all den Jahren – gemeinsam mit dem jeweiligen Vorstand – viel Zeit und Kraft investiert für unseren Verband und vieles auf den Weg gebracht“. Drei Mal war Zomack Generalvikar bei drei Bischöfen, in den Vakanzen zwei Mal Diözesanadministrator. Neben vielen weiteren verantwortungsvollen Ämtern war das des Ersten Vorsitzenden der Caritas eines, das ihm besonders wichtig war. Bischof Ipolt warf in seiner Ansprache einen Blick auf das Leben „unserer großen Bistumspatronin, der Heiligen Hedwig, die vor 750 Jahren heiliggesprochen wurde. Man kann Hedwig von Schlesien, ähnlich wie ihre Verwandte, die Heilige Elisabeth, ohne Zweifel auch als eine Heilige der Caritas bezeichnen“, sagte er. Im Buch der Germanistin Daria Barow-Vassilevitch wird Hedwig als „Fürstin der Barmherzigkeit“ bezeichnet. „Im Leben der Heiligen Hedwig sehen wir echte soziale Verantwortung“, die es weiterhin brauche und der Prälat Zomack seinerseits entsprochen hat.

Für den Caritas- Diözesanverband dankte Felicitas Baensch als zweite Vorsitzende Prälat Zomack für sein 20-jähriges Engagement für die Menschen, denen die Caritas hilft. Sie sagte“ „Eine Ihrer größten Gaben war: Sie haben nie das Interesse an Ihren Mitmenschen und ihrer persönlichen Situation verloren. Ebenso haben Sie sich den Blick für die Realität des alltäglichen Lebens bewahrt und dieses immer wertgeschätzt. Das sind Fähigkeiten, die Sie auch zu einem authentischen Caritasmenschen machten. Danke, dass Sie dem immer treu geblieben sind.“

Text/Fotos Raphael Schmidt

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