Diözesan-Caritasverband Görlitz, 19.02.2019

Der "faule Hund" im Seminar

Faul sind unsere Freiwilligen natürlich nicht. Im Gegenteil – in der Woche vom 28. Januar bis 1. Februar haben 32 Freiwillige in ihrem zweiten Zwischenseminar im Don-Bosco-Haus in Neuhausen gearbeitet, gelernt und jede Menge erlebt.

Unter dem Motto „Sei dir selbst genug“ wurden thematische Einheiten zu verschiedenen Schwerpunkten angeboten. Dabei hatten die Freiwilligen die Möglichkeit, je nach eigenem Interesse sich mit psychischen Erkrankungen, Depressionen oder dem Thema Demenz zu beschäftigen.

Der Dipl.-Psychologe Guido Menzel führte als Gastreferent die Freiwilligen in einem interaktiven Vortrag in die Welt psychischer Störungsbilder hinein und erläuterte zugleich mögliche Therapiewege.

Als Pendant bekamen die Teilnehmer*innen die Gelegenheit, sich mit Stressfaktoren auseinanderzusetzen und Entspannungstechniken auszuprobieren. Neben dem Sonnengruß, dem Halbmond und dem „Baby“ begegnete den Freiwilligen hierbei auch der „faule Hund“, der den Teilnehmer*innen beim Yoga zur Entspannung verhalf. Alternativ konnte man innere Ruhe beim Ausmalen von Erwachsenen-Mandalas finden oder das Angebot der Progressiven Muskelrelaxation nutzen. Auf diese Weise entspannt und ausgeruht konnten die Freiwilligen am Mittwoch in die Planung ihrer eigenen Projekte für das kommende Seminar gehen.

Mit einem Impuls zur Gruppendynamik und zu Gruppenrollen, die von den Jugendlichen gesucht und charakterisiert wurden, bereiteten sie sich auf ein Stadtspiel vor, bei dem sie selbst in verschiedenen Rollen innerhalb der Projektgruppen Aufgaben in Cottbus bewältigen durften.

Mit einem Besuch in der Straffälligenhilfe und der Suchtberatungsstelle der Caritas-Region Cottbus hatten die Freiwilligen die Möglichkeit, Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit kennenzulernen. Mit diesem Ansatz verfolgen wir den Wunsch der Freiwilligen, einen Einblick in die vielfältige Berufswelt der Sozialen Arbeit zu erlangen sowie Kontakte zu Einrichtungen zu knüpfen, die als spätere Arbeitgeber denkbar sind. Zugleich spannten die Themen Sucht und Straffälligkeit den Bogen zu möglichen Folgen psychischer Belastungen.

Gestärkt durch die Bildungsinhalte und Erfahrungen des Seminars können die Freiwilligen nun in das zweite Halbjahr ihres Dienstes starten.

Wer beim Lesen Lust auf einen Freiwilligendienst bekommen hat, findet auf unserer Website alle nötigen Informationen und kann sich jetzt für den kommenden Jahrgang ab September 2019 im Freiwilligen Sozialen Jahr sowie dem Bundesfreiwilligendienst bewerben. Wir freuen uns auf euch! Das Team des Freiwilligendienstes der Diözese Görlitz

Foto: Arkadiusz Müller

Weitere Infos zu diesen Themen: